Reclaim your Reputation
Ich habe jetzt gut ein Jahr lang versucht, mein Profil bei Yasni einigermassen vernünftig zu gestalten. Yasni.de — das ist eine dieser Personensuchmaschinen, und wenn man als Net personality auf sowas auftaucht (und das Phänomen nicht völlig ignorieren will), versucht man halt, das Profil zu pwnen, und spielt dann deren Spiel, indem man die beliebigen Suchtreffer in eigene und zufällige trennt. Aber es ist eher nervig als sinnvoll.
In Wirklichkeit ist die Idee ja ganz toll, schliesslich definiere ich mich zu einem guten Teil durch das, was ich da im Internetz, auf Twitter, Blog und Foren so von mir gebe oder kommentiere. Warum es also nicht einfach richtig machen? 
Fast forward to http://www.myonid.de/: Nachdem ich neulich den Einführungsvortrag auf Ustream.tv von Sebastian Küpers für die gerade anlaufende Beta von MyonID besucht habe, und dann auch tatsächlich das Passwort bei mir eintraf, hat dieser neue Service einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. MyOnID dreht den Spiess um. Man legt erst ein persönliches Profil mit ein paar Stichworten an, und kann dann die von den Suchmaschinen ankommenden Treffer als Favouriten markieren, Kommentare dazu schreiben, und im eigenen Profil anordnen. So entsteht — durch die liebevolle semantische Pflege derjenigen, die sich am besten damit auskennt — ein gewichtetes, gewertetes Profil meiner Netzspuren, schön mit Quellenangaben und eigenen Kommentaren, my On-ID.
Für ganz wichtig dabei halte ich, dass die Profile sich tatsächlich an Menschen richten: Die AGB verbieten ausdrücklich eine automatische Suche in den Profilen (vielleicht sollte man dem auch einfach mit einer passenden /robots.txt Nachdruck verleihen^^), ich als Benutzer kann selber bestimmen, welche meiner persönlichen Daten im Profil für andere einsehbar sind.
Mit so einem super aussehenden und stukturierten Profil macht auch die zweite Hauptfunktion gleich viel mehr Spass: Die eigene Website auf myonid.de fungiert als Single Sign On System für alle Web Services, die OpenID sprechen. Das heisst, ich muss mich nicht mehr bei 20 Webdiensten einzeln anmelden, für jeden ein supersicheres Passwort unter meine Tastatur kleben, sondern ich benutze meine eigene Website als Authentifikation für diese Services.
Für die Zukunft sind ausserdem geplant, dass alle Änderungen im Profil an die aggregierten (von mir freigeschalteten!) Dienste weitergeleitet werden können, wenn also der nächste Umzug ansteht, die Business-Email oder sonstige Lebensumstände sich ändern, reicht es, diese Änderungen an einer Stelle, dem eigenen Profil zu ändern. Auch wenn ich etwas wehmütig an die Zeiten zurückdenken werde, als ich auf Myspace noch 101 Jahre alt war, auf Last.FM hingegen 19 und aus Afghanistan: It’s a good thing.
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February 13th, 2009 at 15:19
Grüsse und vielen Dank für die Blumen
Das mit der Robots.TXT geb ich mal weiter!